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Sport und Gesundheit

Ausreichende körperliche Aktivität, insbesondere in Form von Ausdauersport, ist, wie alle einschlägigen Untersuchungen einhellig belegen, der wichtigste einzelne Faktor zur Aufrechterhaltung und Verbesserung von Gesundheit, Belastungsfähigkeit und Fitness sowie zur Verminderung altersbedingter Risiken für Demenz und sonstige Alterserkrankungen.

Nach jüngsten Erhebungen entstehen in Deutschland zurzeit etwa 20 – 25 % aller Krankheitskosten durch Bewegungsmangel. 14% aller Todesfälle stehen danach in einem engen Zusammenhang mit mangelnder Bewegung. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO gehen weltweit von etwa 2 Millionen Todesfällen jährlich infolge körperlicher Inaktivität aus.

Die schützende Wirkung von regelmäßiger körperlicher Bewegung ist weltweit in zahlreichen Studien nachgewiesen worden. So konnten bereits Sandvik et al. (1993) in einer 16-jährigen follow-up Studie an über 2000 norwegischen Männern, die bei der Erstuntersuchung zwischen 40 und 59 Jahre alt waren, nachweisen, dass das Risiko, im Untersuchungszeitraum an einer Herzerkrankung zu sterben, bei den Männern, die zum Zeitpunkt der Erstuntersuchung die größte Fitness aufwiesen (oberstes Quartil), gegenüber den am wenigsten fitten Männern (unterstes Quartil), um über 50% reduziert war, und zwar auch nach Berücksichtigung solcher Faktoren wie Alter, Rauchgewohnheiten usw.

Ähnliche Befunde lieferte eine Studie von Paffenberger et al. (1993) an über 10 000 Männern. Auch hier war das Mortalitätsrisiko bei den Männern, die mäßigen Sport betrieben, bei der Nachuntersuchung nach 15 Jahren um 23% gegenüber solchen Männern reduziert, die keinen Sport trieben.

In einer jüngeren Untersuchung an über 700 älteren Männern (Hakim et al., 1998) belief sich die Mortalitätsrate im Untersuchungszeitraum von 12 Jahren auf 23.8% bei solchen Männern, die täglich im Durchschnitt mehr als 2 Meilen gingen, während sie bei Männern mit einer täglichen Laufleistung von unter 1 Meile 40.5% betrug.

Auch in einer Reihe weiterer Untersuchungen fanden sich vergleichbare Hinweise auf schützende Wirkungen von regelmäßiger körperlicher Bewegung, die mit einer Verringerung des Mortalitätsrisikos von etwa 30% einhergingen.

 

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